Thurgauer Kantonalschützenverband

OMM Saison 2020 wird Opfer der Coronakrise

Dazu die Überlegungen und Argumente der OMMK zur Absage.

Geschätzte Schützinnen und Schützen

Der Bundesrat hat bekanntlich die ersten Lockerungen in der Corona Situation beschlossen und in dieser 1. Lockerungsrunde ist auch der Sport berücksichtigt. Bedingung dazu ist aber, dass der nationale Verband dazu ein Schutzkonzept Covid-19 erstellt, dass vom BASPO und vom BAG genehmigt wird. Der SSV hat dieser Aufforderung Folge geleistet und sein Schutzkonzept entsprechend genehmigen lassen.

Das Schutzkonzept ist für alle Vereine verbindlich und muss von den Vereinen auch entsprechend umgesetzt werden. Trotz Lockerung der bisherigen Massnahmen, schränkt das Schutzkonzept den Trainings- und Schiessbetrieb nach wie vor stark ein und ist von den Vereinen mit einem vernünftigen Aufwand nur schwer umsetzbar.

Unter Punkt 7 des Schutzkonzeptes Covid-19 des SSV wird der Mannschaftswettkampf behandelt.
Gemäss dieser Massnahme dürfen Mannschaften mit acht Schützen nur gleichzeitig schiessen, wenn die Anlage über 16 und mehr Scheiben verfügt. Dies ist jedoch nur bei wenigen Schiessanlagen der Fall. Somit müssten vor allem Vereine die über kleinere Schiessanlagen verfügen und zwei Mannschaften am Start haben die jeweilige Runde auf 4 «Scheibenablösungen» aufteilen, um die entsprechende «Social Distancing Regel» einzuhalten.

Der Bedarf zusätzlicher Schiesszeiten ist gross, wegen den gesetzlichen Vorschriften «Lärmschutz» ist es vermutlich schwierig, dass der Mehrbedarf an Schiesszeiten von den Gemeinden bewilligt würde.

Den uns im Vorfeld zugestellten E-Mail’s entnehmen wir, dass die Auflagen vielen Vereinen Sorgen, bzw. «zu» viel Aufwand bereiten. Viele Vereine werden mit der Aufnahme des Schiessbetriebes weiterhin zuwarten, oder werden ganz verzichten.
Für Schützen, die zu einer Risikogruppe gehören oder über 65-jährig sind müssen gesonderte Trainings- und Schiesszeiten zur Verfügung gestellt werden. Dies führt zwangsläufig zu einem Verzehr im Wettbewerb, da nicht bei allen Teilnehmern der OMM die gleichen Voraussetzungen gegeben sind.


Begründung:

  • Ein Final ist, bei Beibehaltung der zurzeit geltenden restriktiven Auflagen nicht durchführbar.
  • Die OMMK möchte vermeiden, dass der laufende Wettkampf möglicherweise wieder abgebrochen werden muss.
  • Die Chancengleichheit bei allen teilnehmenden Mannschaften unter diesen Auflagen nicht gegeben, es kommt zu Wettbewerbsverzerrungen.
  • Es wird vielen Vereinen kaum, oder nur unter sehr schwierigen Bedingungen möglich sein, die drei restlichen Runden unter Einhaltung des Schutzkonzepts zu absolvieren.
  • Es sind uns bereits einige Vereine bzw. Mannschaften bekannt, die sich aus Gründen der Umsetzung von der OMM 2020 verabschieden. Solches wollen wir, wenn immer möglich vermeiden.
  • Nachwuchsmannschaften: Die Nachwuchsausbildung der Jungschützenkurse (JSK) wurde durch die SAT bis 10. Mai sistiert. Viele Kurse haben die Leihwaffen noch nicht gefasst.
  • Die Ligaeinteilungen bleiben bestehen und werden für die OMM 2021 übernommen, die OMM ruht einfach wegen den Corona-Umständen für ein Jahr.
  • Zusätzliche Anmeldungen für 2021 können selbstverständlich zu den entsprechenden Terminen gemacht werden. Dies gilt auch für allfällige Abmeldungen.
  • Der Finalturnus bleibt gleich, d.h. wir versuchen den Final in Aadorf auf 2021 zu verschieben.


Für das entgegengebrachte Verständnis bedanken wir uns, wir freuen uns auf die Saison 2021.

Viele herzliche Schützengrüsse und bleibt gesund.

Präsident OMMK        Sekretär OMM
sig. Josef Dürr            sig. Sepp Rusch

 

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